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2626528 Osteopathische Medizin 2012 6 Pages PDF
Abstract

ZusammenfassungDie Metapher Sutherlands, „with thinking fingers“, kann als Aufforderung an die Osteopathen verstanden werden, ihr Entscheiden und Handeln maßgeblich auf die Wahrnehmung und Intuition zu basieren. Grundsätzlich wird jedoch in unserer westlichen Kultur davon ausgegangen, dass die Entscheidungen dann treffender ausfallen, wenn möglichst alle Faktoren überdacht werden und diskursiv begründet werden können. Neuere Forschungsergebnisse zeigen nun auf, dass die Urteile teilweise adäquater sind, wenn eine Entscheidung für eine Weile aufgeschoben und stattdessen die Aufmerksamkeit auf einen anderen Inhalt gerichtet wird. Es bestehen starke Hinweise, dass das Unbewusste während dieser Zeit eine Denkarbeit leistet. Dieses unbewusste Denken ist einer der Mechanismen, welcher der Intuition zugrunde liegt. Im vorliegenden Artikel werden die entsprechenden Studienergebnisse präsentiert, und es werden relevante neurologische Verarbeitungsprozesse beschrieben. Mögliche Konsequenzen für die Osteopathie werden aufgezeigt.

Sutherland's metaphor „with thinking fingers” can be understood as a challenge for osteopaths to base their decisions and actions predominantly on their perception and intuition. Western culture, however, principally believes that decisions are best made when as many factors as possible have been well considered and the decision can be logically derived. New scientific research results show that decisions may be more adequate if they are postponed whilst subconscious thought processes occur.These subconscious thought processes are one of the mechanisms our intuition is based upon. This article presents the respective research results, describes relevant neurological processes and discusses possible consequences for Osteopathy.

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